29. Mai 2001: Thailand
Kaum hatten wir die andamanen mit dem segelboot verlassen praeparierte chase, der kaepten, die fischerhaken und es dauerte gar nicht lange, biss ein riesiger baracuda an! fuers essen war fuer die naechsten paar tage gesorgt und monika bereitete fisch in den koestlichsten varianten zu. die ersten zwei tage auf der wunderschoen ausgestatteten "psyche" (so hiess das boot) waren richtig gemuetlich. ein bisschen wind, sonne, delfine, ein indisches kriegsschiff, ein wunderschoener sternenhimmel und ein verirrter vogel, der mitten im meer auf unserem masten landete. in der 3. nacht wurde es dann spannend. ploetzlicher wind und regen brachte hektik auf's boot. segel einholen, kurs aendern und die luken dicht machen, was auch jeannette tat, nachdem sie von einem gutsch wasser geweckt wurde! gegen morgen beruhigte sich alles wieder und nach 77 stunden segeln, ankerten wir in einer bucht vor der insel phuket. vorbei war es mit der ruhe... die schnellboote flitzten vorbei und vom land her hoerte man partymusik.

am naechsten morgen hiess es "grenze ueberqueren", wir fuhren mit dem kleinen schlauchboot ans ufer und setzten die fuesse in den sand von thailand. was fuer ein gefuehl..., was fuer ein wunderschoener "grenzuebergang". wir mussten nur noch zur immigration in die stadt, wo wir dann den eingangsstempel bekamen. (es fehlen uns nun 4 tage in unserem pass... wir waren im "niemandsland".) das war's, wir nahmen abschied von chase und monika, welche richtung malaysia weitersegelten. wir suchten uns eine bleibe am patong beach, wenn schon denn schon phuket, rein in den massentourismus. alles war anders als in indien was wir erst jetzt sehen konnten... saubere strassen, saubere toiletten mit toilettenpapier, weisse laken auf dem bett, eine warmwasserdusche, keine hupenden busse und rikschas, 'fast' keine menschen auf der strasse und ein funktionierender bankomat an der naechsten ecke. es war so anders, so westlich, doch irgendwie schoen!

bei uns ist thailand hauptsaechlich als sexdestination bekannt, was bis auf eine paar wenige orte gar nicht zutrifft. patong beach auf phuket ist jedoch einer davon. es hat hunderte von bar's und disco's wo man(n) sich eine frau aussuchen kann. sex ist hier das normalste der welt und man(n) wird so akzeptiert wie er ist! so ist es auch nicht verwunderlich, dass hier 20'000 auslaender ihre neue heimat gefunden haben. es war auch ganz lustig eines abends in einer bar, als der thailaendische transvestit unbedingt mit dani "4 gewinnt" spielen wollte, welcher sich maechtig konzentrieren musste um nicht zu verlieren!

nach 3 tagen war es aber doch zeit die umebung zu wechseln und inspiriert von leonardo di caprio nahmen wir ein boot zum "beach" auf phi phi le (wie auch tausende von anderen turis). auf phi phi don, der nachbarinsel wohnten wir im fr. 3.50 bungalow mit strand vor der tuere und 10 meter bis zum meer. es war genial! (obwohl die huette auch wirklich nicht mehr als 3.50 wert war!) jeden morgen vor dem fruehstueck gabs den ersten schnorchelgang, wo jedesmal kleine riffhaie um ums rumschwammen! (bevor die dutzenden japaner mit dem ausflugsbooten und ihren leuchtorangen schwimmwesten kamen und alle fische verscheuchten) wir genossen das strandleben fuer ein paar tage, nahmen dann das boot nach krabi auf dem festland, nochmals 2 tage strand und die gruene huegelige umgebung erforschen bevor wir tickets fuer den over night bus nach bangkok kauften. es haute uns fast um, ein super moderner doppelstock car mit wc und air con und die strasse nach bangkok ein highway wie in america. das waren doch ein etwas andere verhaeltnisse als in indien... wir stellten uns bangkok als pulsierende grosstadt mit dunklen gassen und verruchten vierteln vor! bangkok ist definitv nicht so: modernste shoppingmalls, gestylte junge thais und die beruechtigte kao san road ist nichts anderes als eine touristen-shoppingstrasse mit turi-restis. (aber vielleicht waren wir einfach zu lange in indien). die stadt ist riesig, hat ueberall shoppingcenter und foodmarktstaende und viele schoene prunkvolle tempelanlagen. dass die koenigl. familie von allen thais geachtet wird, sahen wir das erste mal mitten in einer modernen shoppingarea. ploetzlich ertoente musik und alle leute standen wie angewurztelt still. es war wie in einem film, wenn man die pausetaste drueckt. nach 1 min war der spuck vorbei und das leben rollte weiter. das ganze gibts zweimal am tag puenktlich um 8.00 morgens und 6.00 uhr abends auf allen oeffentlichen plaetzen! sogar als wir in kino waren, standen, bevor der film anfing, ploetzlich alle auf und es wurde ein videoclip vom koenig gezeigt.

fuer einen tag widmeten wir uns doch wieder mal der kulturellen seite und sahen uns den prunkvollen grandpalace an. traditionell wird hier noch der buddhistische glauben praktiziert und vor dem funkelnden jadebuddha bringen die menschen lotusblumen und zuenden raeucherstaebchen an. doch auch hier werden wir an die moderne welt erinnert als wir dem schweizer ehepaar zulauschten wie sie via handy der tochter in der schweiz zum geburri gratulierten! ja, wir sind so weit weg und doch so nah...

langsam machten wir uns auf den weg richtung nordthailand. zwei naechte in ayuatthaja, zwei naechte in sukothai, wo wir bei gluehender hitze mit dem fahrad rumradelten und die alten tempelruinen ansahen. es war recht beeindruckend die alten steine zu bestaunen, doch wir hatten doch dann bald mal genug ruinen gesehen... weiter im norden, in chiang mai, liessen wir uns dann eine woche nieder. dani machte einen thai-massagekurs (zum glueck fuer mich...)

chiang mai ist die 2. groesste stadt thailands, doch so anders als bangkok, viel gemuetlicher mit mehr als 30 tempelanlagen voller moenche, alte holzhaueser und umgeben von gruenen huelgel in welchen verschiedene bergvoelker leben.

von pai, einem wunderschoenen ort, 4 bustunden von chiang mai durch die gruenen huegel, machten wir einen 3 tage trekk in die huegel und zu den bergvoelkern. der erste tag war recht aufregend, als wir duch eine regenwaldschlucht kletterten und alle 50 meter stoppten um die blutegel von den schuhen und hosen zu zerren! es war als wuerden wir durch einen tropischen garten wandern, abgesehen davon, dass dort keine 3 meter boa, die leider (?!?) tot war, am wegrand liegt! die naechte verbrachten wir bei den bergvoelkern, welche noch ihr traditionelles leben fuehren, ihre eigene sprache und kleidung haben und in einfachen huetten leben. es war faszinierend einen einblick in dieses urspruengliche leben zu bekommen. eine grosse einnahmequelle ist leider immer noch der opiumanbau, was auch viele travellers in die berge zieht, um mal eine opiumpfeife mitzurauchen. doch leider hinterlaesst dieses lukrative geschaeft auch viele suechtige bergmaenner!

zurueck vom trekk, waeren wir gerne noch ein paar tage im schonen pai, in einer der gemuetlichen bambushuetten dem fluss entlang geblieben, doch es waren bereits wieder 30 tage um und wir hatten nur noch einen tag zeit, thailand zu verlassen. in bangkok hatten wir uns ein laos visum besorgt und so reisten wir sofort rauf, ganz in den norden, nach chiang kong zum mekong, dem grenzuebergang nach laos.


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Mädchen in einem Bergdorf und Leguanverkauf



Lunch aus Bananenblaettern auf dem Trekk



Essen auf Thailands Märkten



Ferienparadies Thailand



Weg zur Boot's-Fähre nach Laos