| 10. Mai 2002: Litauen und Fahrt nach Hause |
Am morgen früh kamen wir in vilnius, der Hauptstadt von litauen, an. Wir konnten alle unsere restlichen rubel
in litu umwechseln und in der modernen bahnhofshalle kauften wir dann auch gleich das ticket für den nächsten tag nach
wien. Jetzt gabs kein zurück mehr...wir haben uns ja schliesslich auch selber den "nachhausekommentermin" gesetzt.
Vilnius war uns von anfang an sympathisch. Es war sommerlich warm, sauber, geordnet, es herrschte eine friedliche, ruhige
atmosphäre und die herzige sehr schöne altstadt hat uns sehr beeindruckt (wir fühlten uns wie in zürich). Dann das old town
hostel, zentral gelegen, uh liebe menschen, free coffe + internet...unglaublich!
Mit einem engländer pärchen und einem israeli liessen wir uns am abend das gute essen in einem innenhof eines altes
schönen restaurant schmecken und genossen unseren vorläufig letzten "travellerabend" so richtig!
Tags drauf setzten wir uns am nachmittag in den zug nach warschau. Die landschaft in litauen, errinnerte uns extem an zu
hause, grüne wiesen, wälder, dörfchen, und kühe. In polen durchquerten wir "ewig" ein riesiges waldgebiet, bis wir abends
in warschau ankamen. Wir hatten gerade mal eine halbe stunde zeit schnell aus dem bahnhof zu rennen, uns einmal umzusehen
und dann sassen wir bereits im bequemen nachtzug nach wien.
Servus...bitte pässe vorweisen...die österreichischen zollbeamten weckten uns dann definitiv,
(die polnischen und tschechischen beamten wollten während der nacht auch kurz in die pässe schauen) denn wir waren schon
bald in wien! Auf bitten bekamen wir sogar einen osterreichischen stempel in den pass (der schweizer tags drauf verweigerte
dies!) und bald drauf sassen wir in einem wiener kaffeehaus. Unser letzter ganzer reisetag war angebrochen! Als erstes,
wechselten wir gleich alle unsere restlichen (reserve) US Dollars in EURO! Wir schlenderten etwas durch die schönen gassen
wien’s und genossen am abend natürlich ein echtes wienerschnitzel. Zurück am bahnhof, als wir unser rucksäcke aus dem
schliessfach holten, trafen wir doch tatsächlich nochmals jemand an, einen jungen österreicher, welchen wir ein jahr zuvor
in indonesien kennengelerent hatten. Er war gerade bei einem kollegen in wien auf besuch und konnte kaum glauben, dass wir
bis jetzt noch nicht zu hause waren...!
Da leider ausgerrechnet an diesem abend ein "st.gallisches mädchen gymnasium" zurück in die schweiz fuhr, bekamen wir für
unsere letzte zugsfahrt keine liegeplätze mehr und verbrachten die nacht auf dem SBB zweite klasse bank! Naja, wir hätten
vermutlich sowieso nicht sehr tief geschlafen und konnten dafür mit unserem pakistanischen sitznachbar noch etwas plaudern.
Nach 22 monaten 8 tagen und 26 ländern, sahen wir im morgengrauen den hauptbahnhof zürich "eine stunde verspätet" wieder.
|
|

zurück

Altstadt von Vilnius

Bald Zuhause...Bahnhof Wien
|