28. Juli 2000: Quer durch die Türkei
Mit einem kleinen bus fuhren wir weiter nach fethiye am mittelmeer. auf dem weg über die kurvenreichen, steilen bergstrassen (oft im 1. gang), begannen wir mit zwei soldaten, welche gerade urlaub hatten (18 monate militaer), zu plaudern. Das einzige, was sie von der schweiz kannten, war kubilay türkilmaz (es lebe der sport). Der eine, (er hiess vermutlich ali, hassan, mustafa, achmed oder mechmed) war so lieb und organisierte uns gleich eine günstige pension in ölüdeniz, mit der schönen bilderbuchlagune (sieht man in allen werbeheftli der türkei). So schön die lagune auch war, uns lockte das backpackerparadise und so fuhren wir entlang der gebirgigen küste nach olympus. Und wirlklich, wir hatten unser erstes kleine paradies gefunden. Eigenes baumhaus inmitten von zitronenbaeumen , im ganzen tal kein hotel (touristen) nur treehouses (mit backpackers), wunderschöner weg zum strand umgeben von alten ruinen der ehemaligen stadt olympus, superschöner sauberer steinstrand. Drei tage lang genossen wir unser paradies mit temperaturen von 39 grad am tag und fast 30 grad in der nacht (wir sind jetzt auch schön braun).

In antalya nahmen wir den nachtbus nach cappadoccia, welches in der mitte der türkei liegt. dank unserem nackenkopfstützenaufblaskissen-kauf, konnten wir in dieser nacht ein paar stunden schlafen. 3 tage lang durchforschten wir die unzaehligen (mit byzarren tuffsteingebilden) canyons rund um göreme und entdeckten ganze wohnungen mit verbindungsgaengen zur naechsten in den felswaenden (man stelle sich einen emmentalerkaese vor). Die bekannten undergrourd cities waren nach unseren eigenen entdeckungsreisen gar nicht mehr so beeindruckend. in den fruchtbaren taelern der canyons hat es überall gaerten mit aprikosen-, pflaumenbaeumen, trauben, melonen und nussbaeumen, so mussten wir uns nie um eine zwischenverpflegung kümmern.

Sicherlich haben sich einige von euch gefragt, was wir an dani‘s geburtstag machten...? natürlich liessen wir uns nicht lumpen und nahmen an einer "türkischen nacht" teil. Wein, essen, taenze alles inklusive... hassan, inhaber unser hoehlen-pension, hat alles organisiert und so hatten wir einen riesigen tisch für uns alleine. Wie die könige thronten wir über allen anderen und schlugen uns dýe baeuche voll. (dani hat die bauchtaenzerin am besten gefallen)

Auf dem weg nach kahta (mount nemrut) hatten wir in kayseri ca. 5 stunden aufenthalt. Stellt euch vor, waehrend dieser zeit waren wir für ca. 10 min alleine!

Am busbahnhof sprachen uns zwei jungs an, welche ihr englisch etwas verbessern wollten und uns die ganze stadt zeigten. Schlussentlých begleiteten sýe uns wýeder bis kurz vor den busbahnhof. Da uns noch zeit blieb, setzten wir uns in einen schönen park. Nach ca. 5 min schenkte uns eine frau einige aprikosen. Kurz darauf kam eine junge türkin und begann mit gebrochenem englisch mit uns zu reden, es ging nicht lange kam eýne andere junge türkin und fragte in perfektem französisch ob sie uns helfen könne. Bald standen etwa 20 menschen (v.a. junge frauen...) um uns herum und nahmen neugierig am geschen teil. Da wir uns mit der zeit nicht mehr sehr wohl fühlten, beschlossen wir den park zu verlassen zum busbahnhof zu gehen - alleine! Doch zwei junge maenner und ein kleiner junge begleiteten uns bis zu unserem bus-perron und wartete sogar mit uns zusammen, bis der bus kam. Es war ein sehr spezielles erlebnis, da wir fast 1 ½ stunden zusammen waren und uns kaum unterhalten konnten (sie sprachen nur türkisch).

Nach der tour zum mount nemrut (goetter-koepfe auf 2000m über meer) sind wir nun in trabzon angekommen. Wenn das schwarze meer nicht waere, haette man das gefühl in den schweizer bergen zu sein!

Wir haben die türkei als ein sehr schönes und einfaches reiseland mit einem ausgedehnten und modernen bussystem erlebt. (angehalten wird nur zum pinkeln, essen oder bei einer mosche zum beten!) umsomehr östlich man kommt, trifft man v.a. auf dem land, immer mehr pferdewagen, lastesel oder leute die zu fuss unterwegs sind an. (auch schon nahmen uns einheimische auf dem traktor mit) die türken sind sehr gespraechige menschen: entweder wollen sie helfen, einfach plaudern (schon 100mal erklaerten wir von wor wir sind usw...) oder wollen einem einen teppich verkaufen!

Momentan sitzen wir auf einer terasse über dem schwazen meer und geniessen den sonnteruntergang.

Morgen geht‘s weiter nach georgien...wir sind sehr gespannt!


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die wunderschöne Landschaft in Cappadoccia