Die grenze zu Hong Kong ueberquerten wir in shenzen zu fuss, was im
vergleich zum torugartpass ein kinderspiel war. mitten im herz hongkongs
spuckte uns dann die klimatisierte hightech u-bahn ans tageslicht.
abgase, tausende von menschen, shops an shop, vollgestopfte strassen -
das war im vergleich zum westen chinas doch fast ein schock. man sagte
uns hong kong sei sehr teuer und es war sehr teuer. doch wir fanden eine
kleine oase, ein hostel mit terasse im 3. stock eines riesigen 13
stoeckigen hauses mit etwa 100 hotels, schneidereien, wohnungen (und
weiss noch was...?) und etwa 2000 menschen die darin lebten. jeden abend
hatten wir auf der terasse mit anderen travellars unsere drinks vom
7eleven. (die einzige vernuenftige weise fuer budget travellers sich ein
bier zu leisten)
die meiste zeit waren wir zu fuss unterwegs, wobei wir selten das
trottoir benutzten, sondern die unzaehligen walkways (bruecken) welche
etliche hochhauser miteinander verbinden. so geht man in der regel 10m
ueber dem strassenverkehr von shoppingmall zu shopingmall, vorbei an den
teuersten designershops (erinnerte ein wenig an "affaeefangis" oder "the
5th element".
die stadt hat etwas futuristisches an sich und es ueberrascht auch
nicht, dass 68 % aller hk'er ein natel besitzen. doch natuerlich findet
man in der riesigen stadt auch etwas vom wirklichen asiatischen leben.
wir hatten das glueck auch etwas tradition zu schnuppern. am 12./13.
sept. feierten die chinesen das vollmond herbstfest in ganz china. alle
parks waren gefuellt mit tausenden von familien, welche pick-nickten und
ihre vollmondkuechen verspiesen. die kinder trugen alle leuchtenden
lampione in der hand (von alten traditionellen papiergebilden bis zu
aufblasbaren plastikdinosauriern mit musik). ein hoehepunkt dieses
festes war der feuerdrachen-kampf. ca 30 junge maenner tanzten mit einem
70m langen gebilde aus getrocknetem gras (den drachen) vollgespickt mit
tausenden von brennenden raeuchersaebchen durch die strasse.
auf hong kong island war die chin. botschaft, welche uns schliesslich
ein richtiges china visum ausstellte (es war so einfach hier, und sie
fragte uns sogar ob wir es sofort oder erst morgen wollen...! als wir
das visa hatten, beschlossen wir nun so bald wie moeglich hk zu
verlassen, bevor uns diese stadt noch ein groesseres loch in unser
budget riss. ueber dieselbe grenze fuhren wir dann ueber shenzen nach
guanzhou zurueck ins richtige china.
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