13. September 2000: Hongkong
Die grenze zu Hong Kong ueberquerten wir in shenzen zu fuss, was im vergleich zum torugartpass ein kinderspiel war. mitten im herz hongkongs spuckte uns dann die klimatisierte hightech u-bahn ans tageslicht. abgase, tausende von menschen, shops an shop, vollgestopfte strassen - das war im vergleich zum westen chinas doch fast ein schock. man sagte uns hong kong sei sehr teuer und es war sehr teuer. doch wir fanden eine kleine oase, ein hostel mit terasse im 3. stock eines riesigen 13 stoeckigen hauses mit etwa 100 hotels, schneidereien, wohnungen (und weiss noch was...?) und etwa 2000 menschen die darin lebten. jeden abend hatten wir auf der terasse mit anderen travellars unsere drinks vom 7eleven. (die einzige vernuenftige weise fuer budget travellers sich ein bier zu leisten)

die meiste zeit waren wir zu fuss unterwegs, wobei wir selten das trottoir benutzten, sondern die unzaehligen walkways (bruecken) welche etliche hochhauser miteinander verbinden. so geht man in der regel 10m ueber dem strassenverkehr von shoppingmall zu shopingmall, vorbei an den teuersten designershops (erinnerte ein wenig an "affaeefangis" oder "the 5th element".

die stadt hat etwas futuristisches an sich und es ueberrascht auch nicht, dass 68 % aller hk'er ein natel besitzen. doch natuerlich findet man in der riesigen stadt auch etwas vom wirklichen asiatischen leben. wir hatten das glueck auch etwas tradition zu schnuppern. am 12./13. sept. feierten die chinesen das vollmond herbstfest in ganz china. alle parks waren gefuellt mit tausenden von familien, welche pick-nickten und ihre vollmondkuechen verspiesen. die kinder trugen alle leuchtenden lampione in der hand (von alten traditionellen papiergebilden bis zu aufblasbaren plastikdinosauriern mit musik). ein hoehepunkt dieses festes war der feuerdrachen-kampf. ca 30 junge maenner tanzten mit einem 70m langen gebilde aus getrocknetem gras (den drachen) vollgespickt mit tausenden von brennenden raeuchersaebchen durch die strasse.

auf hong kong island war die chin. botschaft, welche uns schliesslich ein richtiges china visum ausstellte (es war so einfach hier, und sie fragte uns sogar ob wir es sofort oder erst morgen wollen...! als wir das visa hatten, beschlossen wir nun so bald wie moeglich hk zu verlassen, bevor uns diese stadt noch ein groesseres loch in unser budget riss. ueber dieselbe grenze fuhren wir dann ueber shenzen nach guanzhou zurueck ins richtige china.


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Skyline HK